Trinkwasser
Nur ein kleiner Teil des Trinkwasser dient dem eigentlichen Genuss durch Trinken und Kochen. Die Wasserwerke müßen aber große Mengen in Trinkwasserqualität an die Haushalte liefern. Große Mengen in bester Qualität zu liefern, ist aber unmöglich.
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2003), basierend auf dem Infektionsschutzgesetz,
regelt die Beschaffenheit des Trinkwassers, deren Grenzwerte und die
Art und Häufigkeit der Untersuchungen. Die TrinkwV soll eine unmittelbare
Gefahr durch Infektionen oder Giftstoffe ausschließen.
Ihr Trinkwasser ist trinkbar....
....das ist beruhigend, aber eigentlich doch selbstverständlich, sonst dürfte Trinkwasser als solches nicht deklariert sein. Ein Bäcker wirbt schließlich doch auch nicht mit dem Brot, dass es essbar sei.
.....aber nicht unbedingt gesund!
Abgesehen von den natürlich gelösten Inhaltsstoffen, gibt es auch
Schadstoffe, die nicht in das Wasser gehören. Die Anzahl der Wasserinhaltsstoffe
wird von Hydrogeologen auf ca. eine Millionen geschätzt. Reduziert
man diese auf die Schadstoffe aus der chemischen Industrie, sind
potenziell 1500 bis 2000 Inhaltsstoffe im Wasser vorhanden. Dem gegenüber
stehen nur ca. 100 Parameter, die wirklich untersucht werden. Hier klafft
eine gewaltige Lücke. Auch wenn täglich die Wasserqualität überprüft
wird, können nicht alle Parameter untersucht werden, geschweige gezielt
gefiltert werden. Zu groß ist die Anzahl unerwünschter Stoffgruppen
wie zum Beispiel Pestizide. Manche sind schon garnicht mehr zugelassen.
Trotzdem befinden sie sich noch im Ökosystem (Umwelt und Biomasse)
weil Ihre Umbauprodukte schwer abbaubar sind.
Von 300 Pestiziden sind 280 kanzerogen, viele sind nicht mehr zugelassen!
Seit 1992 werden nur noch 18 Sammelparameter untersucht.
Im Wasser befinden sich auch Spuren von Medikamentenrückständen, aber auch antibiotikaresistente Bakterien. Eine Vielzahl von Kohlenwasserstoffen sind mittlerweile ebenfalls im Wasser. Einigen Schadstoffen werden hormonelle Wirkungen nachgesagt, die sich nicht kontrollieren lassen. Der Aufwand wäre bei diesen großen Wassermengen zu groß und die Wasserwerke könnten nicht alle Stoffe herausfiltern. Viele Wasserwerke könnten garnicht beliefern, wenn einige Grenzwerte, wie beispielsweise Nitrat, runtergesetzt würden.
Sie sind für Ihre Wasserleitungen selbst verantwortlich
Eine weitere Gefahr verbirgt sich in den Wasserrohren. Je länger das Wasser in den Rohren verweilt, umso mehr Schadstoffe lösen sich. Um welche Schadstoffe es sich handelt und in welcher Menge hängt entscheidend vom Material der Rohre ab. Hinter der Wasseruhr in Ihrem Haus sind Sie für die Qualität Ihres Wassers selbst verantwortlich.
Rund 60 % aller Haushalte haben Kupferleitungen. Der Grenzwert liegt für Kupfer bei 2 mg/l. Ab 10 mg/l können Säuglinge schwere Leberschäden auslösen.
Verzinkte Eisenrohren lösen sich erst wenn die Zinkschicht beschädigt ist. Aus dieser Zinkschicht können bei älteren Rohren gesundheitschädliche Stoffe ins Wasser übergehen, zum Beispiel Cadmium. Schon kleinste Mengen sind gesundheitschädlich. Es reichert sich in der Leber und Nierenrinde an und kann zu Nierenversagen führen.
Ungefähr 10 % der Haushalte haben noch Bleirohre.
Blei kann die Blutbildung und Gehirnentwicklung vor allem bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigen. Bei Erwachsenen lagert es sich in den Knochen ein und gelangt bei Schwangerschaft wieder ins Blut. Ab 2013 wird der Grenzwert für Blei von 0,04mg/l auf 0,01mg/l gesetzt.
Statt Grenzwerte: Die Natur zum Vorbild
Die Einzelfestlegung von Grenzwerten für Stoffe im Wasser berücksichtigt nicht die möglichen Synergien mit anderen Schadstoffen im Wasser oder in der Nahrung. Ziel sollte es sein, die Natur zum Vorbild zu machen und möglichst die Schadstoffmengen zu minimieren. Leider wird Wasser in Wasserwerken so gemischt, dass die Grenzwerte knapp eingehalten werden.
Leider orientiert sich der individuelle Organismus eines Menschen nicht an den Grenzwerten, sondern nach seiner persönlichen Belastbarkeit.
Sie sind so gesund wie Ihr Wasser, weil Sie hauptsächlich aus Wasser bestehen.
Ihre
persönliche Belastbarkeit definiert Ihren persönlicher Grenzwert, Ihren individuellen Zielwert. Wasser sollte nicht belasten sondern als Lebensmittel Leben übermitteln. Nur weil es die Grenzwerte „erlauben“, sollte der menschliche Körper kein Endlager für unerwünschte Stoffe sein, die von Wasserwerken nicht herausgefiltert werden. Diese ionar gebundenen Stoffe im Wasser werden vom Körper im Stoffwechsel nicht verwertet. Sie belasten den Körper. Wasser sollte daher klar sein wie ein Quellwasser, aber mineralarm und natürlich strukturiert.
